Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Bisphenol A (BPA) Krebs erzeugt oder dass es unter realistischen Expositionsbedingungen eine sonstige Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellt. Berichte, die BPA in Zusammenhang mit Krebs, Geburtsfehlern, genetischen Schäden oder Unfruchtbarkeit bringen, stehen im Widerspruch zu den Ergebnissen umfassender und robuster Studien, die diese Fragestellung untersuchten. Ergebnisse explorativer Studien zum Thema konnten bis heute nicht von anderen Forscherteams reproduziert werden und ergeben kein konsistentes Bild. Behördliche Bewertungen hingegen haben bestätigt, dass Menschen nur mit sehr geringen Mengen von BPA in Kontakt kommen. Über die Nahrung aufgenommenes BPA wird schnell (innerhalb eines Tages) verstoffwechselt und ausgeschieden.

In ihrer jüngsten umfassenden Neubewertung der Verbrauchersicherheit von BPA, die im Januar 2015 veröffentlicht wurde, kommt die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA zu dem Schluss, dass BPA für Verbraucher aller Altersgruppen (einschließlich ungeborener Kinder, Kleinkinder und Jugendlicher) bei den derzeitigen Expositionsniveaus kein Gesundheitsrisiko darstellt. Diese Bewertung erfolgte nach gründlicher Auswertung aller verfügbaren Daten, einschließlich der Studien zur angeblichen krebserregenden Wirkung von BPA.