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"...dass bei den derzeitigen Aufnahmemengen über Lebensmittelkontaktmaterialien eine ausreichend große Sicherheitsspanne besteht."
Amerikanische Behörde für Lebensmittelsicherheit, Januar 2010
"...dass bei der gegenwärtigen Höhe der Aufnahme von Bisphenol A über die verschiedenen Belastungspfade kein gesundheitliches Risiko für die Bevölkerung einschließlich Säuglingen und Kleinkindern besteht"
Deutschen Gesellschaft für Toxikologie, April 2011
"Kein Gesundheitsrisiko für Verbraucher durch Bisphenol A-Exposition"
Bundesinstitut für Risikobewertung,BfR, 2015
"...dass bei der gegenwärtigen Höhe der Aufnahme von Bisphenol A über die verschiedenen Belastungspfade kein gesundheitliches Risiko für die Bevölkerung einschließlich Säuglingen und Kleinkindern besteht"
Deutschen Gesellschaft für Toxikologie, April 2011
"...dass der in der EU gültige Grenzwert für die lebenslang tolerierbare tägliche Aufnahme […] wissenschaftlich valide begründet ist."
Deutschen Gesellschaft für Toxikologie, April 2011
"...dass der in der EU gültige Grenzwert für die lebenslang tolerierbare tägliche Aufnahme […] wissenschaftlich valide begründet ist."
Deutschen Gesellschaft für Toxikologie, April 2011
"Kein Gesundheitsrisiko für Verbraucher durch Bisphenol A-Exposition"
Bundesinstitut für Risikobewertung,BfR, 2015
"...dass der in der EU gültige Grenzwert für die lebenslang tolerierbare tägliche Aufnahme […] wissenschaftlich valide begründet ist."
Deutschen Gesellschaft für Toxikologie, April 2011

Mythen und Fakten rund um Bisphenol-A (BPA)

Mythos: "Bisphenol A wirkt hormonähnlich, ist ein „endokriner Disruptor""

Fakt:

Bisphenol A (BPA) erfüllt nicht die wissenschaftliche Definition des Begriffs „endokriner Disruptor". BPA wurde nie speziell für die Anwendung als ein Hormon synthetisiert. Es wurde zusammen mit vielen anderen Substanzen in den 1930er Jahren gesichtet und hat keine relevante Wirkstärke gezeigt. Ähnlich vieler Naturstoffe und alltäglicher Lebensmittel wie Karotten, Soja-Bohnen oder anderer Gemüse, zeigt BPA sehr schwach östrogenähnliche Wirkungen, allerdings nur bei extrem hohen Dosen, die realistisch im täglichen Leben niemals erreicht werden können. Weitere Informationen zu diesem Thema.

Mythos: "Lebensmittelbehälter aus Polycarbonat oder epoxidharzbeschichtete Dosen geben hohe Mengen von Bisphenol A an das Lebensmittel ab"

Fakt:

Bisphenol A (BPA) migriert nicht, wie manche nahelegen, wie Pulver von einer Oberfläche in Lebensmittel. Vielmehr verknüpfen sich die BPA-Moleküle bei der Herstellung von Polycarbonat oder Epoxidharzen und sind dann fest in die Polymerstruktur des Kunststoffs eingebunden. Wie bei jedem anderen Material ist eine Migration von extrem geringen Mengen zwar möglich, zahlreiche Studien zeigen jedoch, dass diese Menge für BPA weit unter den von den staatlichen Behörden, wie zum Beispiel der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) oder der US Food and Drug Administration (FDA), festgelegten Unbedenklichkeitsgrenzwerten liegt. Eine solche Exposition stellt kein bekanntes Gesundheitsrisiko dar. Tatsächlich wird BPA, wie von der Europäischen Food Safety Authority (EFSA) dargelegt, "im menschlichen Körper rasch verstoffwechselt und eliminiert". Die EFSA-hat in ihre Bewertung speziell Säuglinge und Kleinkinder mit einbezogen.

Mythos: "Bisphenol A erzeugt Krebs"

Fakt:

Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Bisphenol A (BPA) Krebs erzeugt oder dass es unter realistischen Expositionsbedingungen eine andere Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellt. Berichte auf Basis von Studienergebnissen, die BPA in Zusammenhang mit Krebs, Geburtsfehlern, genetischen Schäden oder Unfruchtbarkeit bringen, stehen im Widerspruch zu den Ergebnissen umfassender und robuster Studien, die diese Fragestellung untersuchten. Die Ergebnisse exploratorischer Studien zum Thema konnten bis heute nicht von anderen Forscherteams reproduziert werden und geben kein konsistentes Bild. Behördliche Bewertungen hingegen haben bestätigt, dass Menschen nur mit sehr geringen Mengen von BPA in Kontakt kommen. BPA, das über die Nahrung aufgenommen würde, wird schnell (innerhalb von 24 Stunden) verstoffwechselt und ausgeschieden. Nach Berücksichtigung von mehr als 1.000 Studien zu BPA haben die EU-Experten in ihrer kürzlich veröffentlichten aktualisierten Risikobewertung bestätigt, dass BPA bei den üblichen, sehr niedrigen Kontaktmengen keine krebserzeugenden Effekte zeigt. Weitere Informationen.

Mythos: "Bisphenol A wird als Zusatzstoff in Kunststoffen verwendet"

Fakt:

Bisphenol A (BPA) ist kein Zusatzstoff (Additiv) für Polycarbonat oder Epoxidharz, der dem Material hinzugefügt würde, sondern der Grundbaustein, aus dem die Polymere entstehen. BPA ist also das Zwischenprodukt (intermediate), welches durch Polymerisation die Kunststoffe aufbaut. Mehr als 99% des produzierten BPA wird zu Polymeren wie Polycarbonat und Epoxidharz weiterverarbeitet. Nur ein sehr kleiner Teil des insgesamt hergestellten BPA wird als Komponente in Antioxidanz-Zubereitungen in Weich-PVC-Kunststoffen verwendet.

Mythos: "Bisphenol A sollte verboten werden"

Fakt:

Es gibt keine wissenschaftliche Begründung für ein Verbot von Bisphenol A (BPA), denn zahlreiche Studien und behördliche Bewertungen haben gezeigt, dass BPA und Produkte aus BPA-basierten Materialien keine Gefahr für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt darstellen. Unabhängig davon würde ein Verbot tausende unverzichtbare alltägliche Produkte - von CDs und unzerbrechlichen Brillen bis zu Stoßstangen oder Beatmungsgeräten in Krankenhäusern - vom Markt ausschließen und beträchtliche soziale und wirtschaftliche Auswirkungen haben. Lesen Sie mehr über BPA-Anwendungen in unserem täglichen Leben.

Mythos: "Bisphenol A bewirkt Fettleibigkeit bei Kindern"

Fakt:

Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg für einen Zusammenhang zwischen Bisphenol A (BPA) und Fettleibigkeit von Kindern. Körpergewicht ist ein Parameter, der regelmäßig bei allen toxikologischen Studien mit betrachtet wird: Keine der Studien, die entsprechend der international anerkannten Qualitätsleitlinien durchgeführt wurden, zeigte bei verbraucherrelevanten Dosen Auswirkungen auf das Körpergewicht. Medienberichte, die behaupten, Fettleibigkeit könne die Folge einer Aufnahme von BPA sein, basieren auf einer kleinen Anzahl von Studien mit einer Reihe von Nutzungsbegrenzungen (z.B. kleine Fallzahlen, begrenzte Anzahl von Dosierungen, unangemessener Aufnahmepfad). Jüngste wissenschaftliche Bewertungen der zuständigen Behörden wie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), dem amerikanischen Zentrum für die Bewertung von Risiken für die menschliche Fortpflanzung (CERHR), der kanadischen Gesundheitsbehörde Health Canada und andere wissenschaftliche Einrichtungen kommen übereinstimmend zu dem Schluss, dass keine Beziehung zwischen BPA und Fettleibigkeit identifiziert wurde.

Mythos: "Im Grunde ist jede Alternative besser als der Einsatz von Bisphenol A-basiertem Material im Lebensmittelkontakt"

Fakt:

Diese Ansicht, die in manchen schlecht recherchierten Presseartikeln angedeutet wird, ist sehr irreführend, denn sie impliziert fälschlicherweise, dass es bereits gleichwertige, gut untersuchte, wohl verstandene und technisch umsetzbare Alternativen gibt, die in einem breiten Spektrum von Produkten Anwendung finden können. Dies ist aber nicht der Fall. Bevor ein Stoff für den Einsatz im Lebensmittelkontakt freigegeben wird, müssen umfangreiche toxikologische Sicherheitsstudien durchgeführt werden, die Behörden müssen diese bewerten. Hersteller und die Lebensmittelindustrie müssen die Materialeigenschaften in ihrem Verarbeitungsprozess auf Eignung hin prüfen. In der Lebensmittelverpackung müssen die Materialien über einen realistischen Produktlebenszeitraum unter Annahme der schlechtest möglichen Bedingungen hin geprüft werden. Für Stoffe, die bisher in diesen Anwendungsbereichen noch nicht eingesetzt wurden, können so umfangreiche Untersuchungen noch nicht stattgefunden haben. Die Schweizer Gesundheitsbehörde stellte dazu fest: „Ein Verbot von BPA würde unvermeidlich dazu führen, dass Hersteller von Verpackungen und Bedarfsgegenständen (Produkte für den Lebensmittelkontakt) auf andere Stoffe umstellen müssten, deren Toxizität weniger gut bekannt ist. Das würdebedeuten, dass ein gut charakterisiertes Risiko durch ein deutlich schlechter einschätzbares Risiko ersetzt würde."

Mythos: "Hunderte von Studien zeigen, dass BPA schädlich ist - aber diese werden einfach ignoriert"

Fakt:

Nicht die Anzahl, sondern die Qualität und die Aussagekraft von wissenschaftlichen Studien sind entscheidend für die behördliche Sicherheitsbewertung von Stoffen. In der EU-Risikobewertung von BPA wurden über 1.000 Studien betrachtet. Die aktuelle Bewertung der EFSA umfasst über 800 Studien, die seit der vorherigen Bewertung im Jahre 2008 veröffentlicht wurden, darunter auch die vielen kleinen, explorativen Studien, die Effekte berichten. Die Behörden beanstandeten verschiedene methodische, statistische oder andere Unzulänglichkeiten in diesen Studien, deren Ergebnisse nicht reproduziert und daher nicht validiert werden konnten.

Mythos: "Bisphenol A verursacht Geburtsfehler, genetische Effekte und Unfruchtbarkeit"

Fakt:

Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Bisphenol A (BPA) Geburtsfehler, genetische Effekte und Unfruchtbarkeit verursacht oder dass es bei realistischen Kontaktmengen überhaupt eine Gefahr für die Verbraucher darstellt. Solche Behauptungen werden durch validierte wissenschaftliche Untersuchungen mit validierten Methoden in keiner Weise gestützt. Die für die Sicherheit und Gesundheit der Verbraucher zuständigen Behörden weltweit bestätigen, dass die BPA-Exposition der Bevölkerung sehr niedrig ist, und Menschen BPA schnell verstoffwechseln und ausscheiden.

Mythos: "Bisphenol A ist in niedrigen Dosen für den Menschen schädlich"

Fakt:

Studienberichte, die die sogenannte „Low dose" Theorie stützen, wurden von unabhängigen Behörden wiederholt als unzuverlässlich für Risikobewertungen - insbesondere bei solchen für den Menschen - angesehen. Keine der Studienergebnisse, die über sog „Low dose Effekte" berichten, konnten bisher von anderen wissenschaftlichen Arbeitsgruppen reproduziert werden. Hingegen haben mehrere umfassende aktuelle Studien, die auch die Frage möglicher Auswirkungen von sehr geringen Dosen von BPA auf den Stoffwechsel und über mehrere Generationen hinweg untersuchten, keine solchen Effekte gefunden. Zahlreiche Studien zeigen darüber hinaus, dass die Höhe der Migration, sofern diese überhaupt nachgewiesen wurde, weit unter den Werten liegt, die von staatlichen Behörden als unbedenklich festgelegt wurden, wie z.B. von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) oder der US Food and Drug Administration (FDA). Eine solche Exposition stellt kein bekanntes Gesundheitsrisiko dar. Die Niederigdosis-Hypothese wurde von unabhängigen Regulierungsbehörden immer wieder als unzuverlässig und nicht überzeugend beurteilt.

Mythos: "Bisphenol A wird als Weichmacher in Kunststoffen verwendet"

Fakt:

Bisphenol A (BPA) ist kein Weichmacher, und wird auch nicht als solcher verwendet. BPA ist ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Polycarbonat oder Epoxidharzen, und selbst kein eigenständiges Produkt: mehr als 99% des hergestellten BPA wird in Polymere wie Polycarbonat-Kunststoff und Epoxidharze weiterverarbeitet. Nur ein sehr kleiner Teil des insgesamt hergestellten BPA wird als Komponente in Antioxidanz-Zubereitungen für Weich-PVC-Kunststoffe verwendet. Ohne BPA könnte kein Polycarbonat oder Epoxidharz hergestellt werden.

Mythos: "Polycarbonat Abfall zersetzt sich im Meer"

Fakt:

Polycarbonat-Produkte besitzen eine lange Lebensdauer. Sie werden nicht als Einweg-Verpackungsmaterial eingesetzt, sondern häufig wiederverwertet und recykelt. Große Flüssigkeitsbehälter aus Polycarbonat können z.B. über 100 Mal wieder befüllt werden, ehe sie mechanisch recycelt werden. Unter normalen Anwendungs- und Entsorgungsbedingungen würde Polycarbonat daher nicht als Abfall im Meer zu finden sein. Tatsächlich ist Polycarbonat ein Hochleistungskunststoff, der erheblich zur umweltschonenden Produktion und einem nachhaltigem Gebrauch zahlreicher Produkte beiträgt. So revolutionierte die Einführung der CD die Datenspeicherung und ermöglichte eine enorme Verbesserung der Ressourceneffizienz.

Mythos: "Einige Länder haben BPA verboten"

Fakt:

Der Stoff Bisphenol A ist in keinem Land der Welt verboten. Die Nutzung von BPA als Monomer, also als Zwischenprodukt zur Herstellung von Materialien im Lebensmittelkontakt, ist von der Europäischen Kommission zugelassen. Die umfangreiche wissenschaftliche Datenlage bestätigt, dass die BPA-Exposition sehr niedrig und weit unterhalb der von den Behörden festgelegten Sicherheits-Grenzwerte liegt. Die für die Verbrauchersicherheit zuständigen Aufsichtsbehörden haben die vorliegenden Daten zu BPA kontinuierlich sorgfältig bewertet, und sie kommen zu dem Schluß, dass BPA-basierte Produkte vom Verbraucher sicher genutzt werden können. Es gibt daher aus regulatorischer oder wissenschaftlicher Sicht keinen Grund, die Nutzung dieser Produkte für Verbraucher einzuschränken. Als Reaktion auf die fortlaufende Diskussion einiger wissenschaftlicher Fragen, und auf Basis einer weit gefassten Interpretation des vorsorgenden Verbraucherschutzes beschloß die EU, die Verwendung von BPA in einem Produkt zu beschränken: Seit dem 1.3.2011 ist die Herstellung, und seit dem 1.6.2011 auch der Verkauf von BPA-basierten Polycarbonat Babyflaschen in Europa verboten.

Diese Entscheidung beruht nicht auf dem Nachweis von gesundheitlichen Effekten, sondern ist Ergebnis der Absicht, den Kontakt von Babies und Kleinkindern mit BPA so weit wie möglich zu reduzieren. Weltweit konnte keine einzige nationale oder regionale Behörde - eingeschlossen Dänemark und Frankreich - gesundheitliche Risiken für Erwachsene, Kinder und Neugeborene ermitteln, die durch den Kontakt mit Spuren von BPA durch entsprechende Lebensmittelprodukte entstehen könnten.

Mythos: "Die US-FDA hat ihre Meinung zu BPA geändert"

Fakt:

Sowohl in ihrer früheren als auch in ihrer aktuellen Meinung findet die US-amerikanische Verbrauchersicherheitsbehörde FDA bei den derzeitigen Expositionsmengen keinen Nachweis für Auswirkungen von BPA auf Kinder oder Erwachsene. Gleichzeitig gibt die Behörde in ihrer aktualisierten Bewertung vom Januar 2010 Eltern Tipps und Hilfestellungen, wie sie den Kontakt mit BPA-basierten Materialien bei ihren Kleinkindern weiter minimieren können. Als Reaktion auf die Entscheidung der EU Kommission, BPA-basierte Polycarbonat Babyflaschen zu verbieten, erklärt die FDA im Dezember 2010, ihre derzeitige Empfehlung unverändert beizubehalten. Das FDA hat ein BPA fokussiertes Forschungsprogramm aufgesetzt, deren Ergebnisse in den kommenden Jahren veröffentlicht werden.

Mythos: "Das Vorsorgeprinzip muss bei jeglichem vermuteten Risiko umgesetzt werden"

Fakt:

Dem Vorsorgeprinzip liegt in Bezug auf chemische Substanzen die Idee zugrunde, ein Konzept zur Regelung von Stoffen zu haben das dann greift, wenn es für einen Stoff keine oder nicht ausreichende Informationen gibt, um mögliche Risiken dieses Stoffes angemessen zu bewerten, oder wenn die Unsicherheit in der Bewertung eines Stoffes als zu groß betrachtet wird. Für BPA liegt jedoch eine große Fülle an wissenschaftlichen Daten vor, die es den Experten der Fachbehörden ermöglicht, Bisphenol A gut zu verstehen. Der EU-Risikobewertung liegt eine umfassend Datenbasis zugrunde, die den Experten die Einschätzung und Bewertung möglicher mit BPA verbundener Risiken sehr gut ermöglicht.

Mythos: "BPA kann Fehlgeburten verursachen"

Fakt:

Es gibt keinen Nachweis, dass Frauen, die mit BPA in Kontakt kommen, Fehlgeburten erleiden. Leider kursieren jedoch mißverständliche Medienberichte, die die Ergebnisse einer Modelluntersuchung an 114 Frauen über- bzw. fehlinterpretieren: Die Studie vermutet eine mögliche statistische Verbindung zwischen BPA und dem Risiko einer Fehlgeburt, sie berichtet jedoch nicht über direkte Wirkzusammenhänge zwischen BPA und Fehlgeburten. 

Die Untersuchung von Dr. Ruth Lathi von der Stanford University wurde weder wissenschaftlich geprüft noch in einer wissenschaftlichen Publikation veröffentlicht, sondern ausschließlich auf einer Konferenz vorgestellt. Andere Wissenschaftler können die Daten daher nicht überprüfen oder mit Daten anderer existierender Studien vergleichen. Mehrgenerationen-Untersuchungen an Labortieren mit realistischen ebenso wie mit sehr niedrigen Expositionsmengen , haben hingegen keine Effekte von BPA auf die Fruchtbarkeit oder Nachkommen festgestellt.

Mythos: "BPA sammelt sich im Körper an"

Fakt:

Studien an freiwilligen Testpersonen haben gezeigt, dass geringe Spuren von BPA, die durch die tägliche Nahrung aufgenommen werden, im Körper schnell in einen inaktiven Zucker umgewandelt und innerhalb von 24 h wieder ausgeschieden werden. Studien an Nagetieren haben hingegen  gezeigt, dass deren Stoffwechsel BPA weniger effizient BPA verarbeiten und ausscheiden kann.

Mythos: "Kontakt mit BPA über Kassenzettel kann Gesundheitsrisiko darstellen"

Fakt:

Kassenzettel aus Thermopapier können geringe Spuren von Bisphenol A (BPA) enthalten. Daten zeigen allerdings, dass BPA nicht leicht durch die Haut aufgenommen wird. Biomonitoring-Daten der amerikanischen Gesundheitsbehörde zeigen, dass Menschen nur mit äußerst geringen Mengen BPA in Kontakt kommen – die Daten Schließen Exposition durch Kassenbelege mit ein. Die typische Kontaktmenge eines durchschnittlichen US-Bürgers  – über alle Kontaktwege betrachtet – liegt 1.000-fach unterhalb der von den Behörden als unbedenklich angesehenen Grenzwerte in Europa und den USA. Eine Studie zum Thema „Übertragung von Bisphenol A durch Thermo-Druckerpapier in die Haut“ (Biedermann, Tschudin & Grob, 2010) zeigt: zwar können niedrige Dosen von BPA via Thermopapier in die Haut gelangen, jedoch liegen die Mengen weit unterhalb der von den Behörden als unbedenklich festgesetzten Grenzwerte – auch unter den in der Studie betrachteten schlechtest-möglichen Bedingungen.

Eine weitere Studie “Die Haut absorbiert und verstoffwechselt Bisphenol A” (Zalko, D., et al., 2010) zeigt, dass BPA, wenn es durch die Haut dringt, sofort in eine biologisch inaktive Substanz umgewandelt und vom Körper rasch ausgeschieden wird. Mehr Informationen zu Thermopapier finden Sie unter Fakten zuThermopapier.