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"Die in Lebensmitteln vorkommenden BPA-Mengen sind sicher."
Website der US-amerikanischen Lebensmittelüberwachungsbehörde Food and Drug Administration (FDA), 2015
"Die in Lebensmitteln vorkommenden BPA-Mengen sind sicher."
Website der US-amerikanischen Lebensmittelüberwachungsbehörde Food and Drug Administration (FDA), 2015
"Meßbare BPA-Mengen im menschlichen Körper sind sehr gering, was darauf hinweist, dass sich BPA nicht im Körper angereichert, sondern schnell eliminiert wird. "
Weltgesundheitsorganisation (WHO), November 2010
"...keine Hinweise auf Auswirkungen von BPA bei Exposition gegenüber niedrigen Dosen."
Ergebnis von Studien des National Center for Toxicological Research (NCTR), Website der US-amerikanischen Lebensmittelüberwachungsbehörde Food and Drug Administration (FDA), 2015
"Die in Lebensmitteln vorkommenden BPA-Mengen sind sicher."
Website der US-amerikanischen Lebensmittelüberwachungsbehörde Food and Drug Administration (FDA), 2015
"Die höchsten Schätzwerte für die aggregierte BPA-Exposition durch Nahrungs- wie Nichtnahrungsquellen sind je nach Altersgruppe 3- bis 5-mal niedriger als der TDI."
EFSA-Informationsblatt, Januar 2015
"Die höchsten Schätzwerte für die aggregierte BPA-Exposition durch Nahrungs- wie Nichtnahrungsquellen sind je nach Altersgruppe 3- bis 5-mal niedriger als der TDI."
EFSA-Informationsblatt, Januar 2015
"Meßbare BPA-Mengen im menschlichen Körper sind sehr gering, was darauf hinweist, dass sich BPA nicht im Körper angereichert, sondern schnell eliminiert wird. "
Weltgesundheitsorganisation (WHO), November 2010

Mythen und Fakten rund um Bisphenol-A (BPA)

Mythos: "Bisphenol A wirkt hormonähnlich und ist ein „endokriner Disruptor""

Fakt:

In ihrer Mitteilung vom Juni 2016 schlug die EU-Kommission vor, die Kriterien für die Identifizierung endokriner Disruptoren auf die allgemein anerkannte WHO/IPCS-Definition zu stützen. Diese Identifizierung sollte nach der EU Kommission „unter Berücksichtigung aller relevanten wissenschaftlichen Belege, mit einem evidenzbasierten Ansatz sowie mit einer robusten systematischen Überprüfung“ erfolgen. Für Bisphenol A wurde bereits eine umfassende wissenschaftliche Beurteilung nach diesen wissenschaftlich fundierten Prinzipien durchgeführt: In ihrer Untersuchung zu BPA, die im Jahr 2015 veröffentlicht wurde, überprüfte die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) mit einem systematischen Ansatz alle verfügbaren wissenschaftlichen Studien zu BPA, einschließlich der Literatur über mögliche endokrine Wirkungen von BPA. Unter Anwendung eines evidenzbasierten Ansatzes stellte das Sachverständigengremium der EFSA fest: „Ausgehend von den WHO-Kriterien ist es unmöglich zu dem Schluss zu gelangen, dass BPA ein endokriner Disruptor ist.  Weitere Informationen zu diesem Thema.

Mythos: "Lebensmittelbehälter aus Polycarbonat oder epoxidharzbeschichtete Dosen geben hohe Mengen von Bisphenol A an Lebensmittel ab"

Fakt:

Bei der Herstellung von Polycarbonat-Kunststoffen oder Epoxidharzen werden die BPA-Moleküle fest gebunden. Sie werden miteinander verknüpft und in die Polymerstruktur des Kunststoffs eingebaut. Wie bei jedem anderen Material ist eine Migration von extrem geringen Mengen einzelner Inhaltsstoffe möglich. Zahlreiche Studien zeigen jedoch, dass die Höhe der BPA-Migration weit unter den Werten liegt, die von staatlichen Behörden als unbedenklich ermittelt wurden, wie z. B. von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) oder der US-amerikanischen Lebensmittelüberwachungsbehörde Food and Drug Administration (FDA). Solche Expositionen stellen kein Gesundheitsrisiko dar.

In ihrer jüngsten Sicherheitsbewertung von BPA, die im Januar 2015 veröffentlicht wurde, wertete die EFSA mit einem umfassenden evidenzbasierten Ansatz alle einschlägigen Studien zu BPA aus. Dabei wurden Studien zur Exposition über die Nahrung ebenso berücksichtigt wie die Exposition über eine Reihe weiterer möglicher Quellen. Außerdem wurden alle Altersgruppen der Bevölkerung erfasst. „Die allgemeine Schlussfolgerung [der EFSA] lautet, dass BPA aus Lebensmitteln keine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellt, weil die derzeitigen Expositionsmengen deutlich unter dem t-TDI von 4 μg pro kg Körpergewicht und Tag liegen. Dies gilt auch für schwangere Frauen und ältere Menschen.“ Nach Exposition gegenüber BPA verstoffwechselt der menschliche Körper diese Substanz schnell und scheidet sie über den Urin aus dem Körper aus. Dies gilt auch für Neugeborene und Kleinkinder.

Mythos: "Bisphenol A verursacht Krebs"

Fakt:

Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Bisphenol A (BPA) Krebs erzeugt oder dass es unter realistischen Expositionsbedingungen eine sonstige Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellt. Berichte, die BPA in Zusammenhang mit Krebs, Geburtsfehlern, genetischen Schäden oder Unfruchtbarkeit bringen, stehen im Widerspruch zu den Ergebnissen umfassender und robuster Studien, die diese Fragestellung untersuchten. Ergebnisse explorativer Studien zum Thema konnten bis heute nicht von anderen Forscherteams reproduziert werden und ergeben kein konsistentes Bild. Behördliche Bewertungen hingegen haben bestätigt, dass Menschen nur mit sehr geringen Mengen von BPA in Kontakt kommen. Über die Nahrung aufgenommenes BPA wird schnell (innerhalb eines Tages) verstoffwechselt und ausgeschieden.

In ihrer jüngsten umfassenden Neubewertung der Verbrauchersicherheit von BPA, die im Januar 2015 veröffentlicht wurde, kommt die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA zu dem Schluss, dass BPA für Verbraucher aller Altersgruppen (einschließlich ungeborener Kinder, Kleinkinder und Jugendlicher) bei den derzeitigen Expositionsniveaus kein Gesundheitsrisiko darstellt. Diese Bewertung erfolgte nach gründlicher Auswertung aller verfügbaren Daten, einschließlich der Studien zur angeblichen krebserregenden Wirkung von BPA. 

Mythos: "Bisphenol A wird als Zusatzstoff in Kunststoffen verwendet"

Fakt:

Bisphenol A (BPA) ist kein Zusatzstoff für Polycarbonat-Kunststoffe oder Epoxidharze, sondern vielmehr ein Zwischenprodukt, aus dem diese Materialien durch Polymerisation entstehen. Nach der Polymerisation ist das BPA fest in das Material eingebunden. Mehr als 99 % des hergestellten BPA werden in Polymere wie Polycarbonat-Kunststoff und Epoxidharze umgewandelt. Ohne BPA könnte kein Polycarbonat oder Epoxidharz mit seinen spezifischen Materialeigenschaften hergestellt werden.

Mythos: "Bisphenol A sollte verboten werden"

Fakt:

Es gibt keine wissenschaftliche Begründung für ein Verbot von Bisphenol A (BPA), denn zahlreiche Studien und behördliche Bewertungen haben gezeigt, dass BPA und Produkte aus Materialien auf BPA-Basis keine Gefahr für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt darstellen. Unabhängig davon würde ein Verbot Tausende von unverzichtbaren alltäglichen Produkten vom Markt verbannen – von CDs und unzerbrechlichen Brillengläsern bis zu Kfz-Stoßstangen oder Beatmungsgeräten in Krankenhäusern. Dies hätte beträchtliche soziale und wirtschaftliche Folgen. Weitere Informationen über BPA-Anwendungen im Alltag.

Mythos: "Bisphenol A bewirkt Fettleibigkeit bei Kindern"

Fakt:

Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg für einen Zusammenhang zwischen Bisphenol A (BPA) und Fettleibigkeit von Kindern. Das Körpergewicht ist ein Parameter, der regelmäßig bei allen toxikologischen Studien mit betrachtet wird. Keine Studie, die nach international anerkannten Qualitätsleitlinien durchgeführt wurde, zeigte bei verbraucherrelevanten Dosen Auswirkungen auf das Körpergewicht. Medienberichte, die behaupten, Fettleibigkeit könne die Folge einer Aufnahme von BPA sein, basieren auf einer kleinen Anzahl von Studien mit einer Reihe von Einschränkungen (z. B. kleine Fallzahlen, begrenzte Anzahl von Dosierungen, unangemessener Aufnahmepfad). Jüngste wissenschaftliche Bewertungen der zuständigen Behörden wie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), der kanadischen Gesundheitsbehörde Health Canada und anderer wissenschaftlicher Einrichtungen kommen übereinstimmend zu dem Schluss, dass keine Beziehung zwischen BPA und Fettleibigkeit nachzuweisen ist.

Mythos: "Im Grunde ist jede Alternative besser als der Einsatz von Material auf Bisphenol-A-Basis im Lebensmittelkontakt"

Fakt:

Diese Ansicht, die in manchen schlecht recherchierten Presseartikeln vertreten wird, ist sehr irreführend. Sie impliziert fälschlicherweise, dass es bereits gleichwertige, gut untersuchte, wohl verstandene und technisch umsetzbare Alternativen gibt, die sofort als Ersatz einsatzbereit sind. Das ist jedoch nicht der Fall. Es müssen umfangreiche toxikologische Sicherheitsstudien durchgeführt werden, unabhängige Behörden müssen diese bewerten, Hersteller und die Lebensmittelindustrie müssen die Materialeigenschaften in ihrem Verarbeitungsprozess auf Eignung prüfen, und in der Lebensmittelverpackung müssen die Materialien über einen realistischen Produktlebenszeitraum und in verschiedenen Szenarien geprüft werden. Die Schweizer Gesundheitsbehörde stellte dazu fest: „Ein Verbot von BPA würde unvermeidlich dazu führen, dass Hersteller von Verpackungen und Bedarfsgegenständen (Produkte für den Lebensmittelkontakt) auf andere Stoffe umstellen müssten, deren Toxizität weniger gut bekannt ist. Dies würde bedeuten, dass ein gut charakterisiertes Risiko durch ein deutlich schlechter einschätzbares Risiko ersetzt würde.“

Mythos: "Hunderte von Studien zeigen, dass BPA schädlich ist - aber diese werden einfach ignoriert"

Fakt:

Nicht die Anzahl, sondern die Qualität und Aussagekraft von wissenschaftlichen Studien ist entscheidend für behördliche Sicherheitsbewertungen. In den vergangenen 15 Jahren führten die europäischen Behörden mehrere Risikobewertungen zu BPA durch. Jedes Mal wurden alle wissenschaftlichen Belege seit der vorangegangenen Bewertung berücksichtigt, insgesamt Tausende von Studien, darunter auch die kleinen und explorativen Studien, die behaupten, einen Effekt nachgewiesen zu haben. Die Behörden beanstandeten jedoch verschiedene methodische, statistische und andere Unzulänglichkeiten in diesen Studien; sie konnten daher von den Behörden für regulatorische Bewertung oft nicht berücksichtigt werden.

Mythos: "Bisphenol A verursacht Geburtsfehler, genetische Schäden und Unfruchtbarkeit"

Fakt:

Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Bisphenol A (BPA) Geburtsfehler, genetische Schäden und Unfruchtbarkeit verursacht oder dass es bei realistischen Kontaktmengen überhaupt eine Gefahr für die Verbraucher darstellt. Solche Behauptungen werden durch validierte wissenschaftliche Untersuchungen in keiner Weise gestützt. Zahlreiche Untersuchungen von Behörden weltweit bestätigen, dass die BPA-Exposition der Bevölkerung sehr niedrig ist und dass Menschen BPA schnell verstoffwechseln und ausscheiden.

Mythos: "Bisphenol A ist in niedrigen Dosen für den Menschen schädlich"

Fakt:

Studien, welche die sogenannte Niedrigdosis-Hypothese stützen, wurden von unabhängigen Behörden wiederholt als unzuverlässig im Kontext von Risikobewertungen für den Menschen angesehen. Studienergebnisse, die solche Effekte angeblich belegen, konnten bisher von anderen wissenschaftlichen Arbeitsgruppen nicht reproduziert werden. Hingegen ergaben mehrere umfassende Studien, die auch die Frage möglicher Auswirkungen sehr geringer BPA-Dosen auf den Stoffwechsel über mehrere Generationen hinweg untersuchten, keine Hinweise auf solche Effekte. Darüber hinaus zeigen zahlreiche Studien, dass die Höhe der Migration von BPA in Lebensmittel und Getränke, die mit BPA-basierten Materialien in Kontakt kamen, sofern eine solche Migration überhaupt nachgewiesen werden konnte, weit unter den Werten liegt, die von staatlichen Behörden als unbedenklich festgelegt wurden, wie z.B. von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) oder der US-amerikanischen Lebensmittelüberwachungsbehörde Food and Drug Administration (FDA). Solche Expositionen stellen kein Gesundheitsrisiko dar.

Im Januar 2015 „kamen die Experten der EFSA auf Grundlage wissenschaftlicher Kriterien zu dem Schluss, dass die verfügbaren Daten keine Belege dafür liefern, dass BPA im Hinblick auf die untersuchten gesundheitlichen Folgen zu nichtmonotonen Dosis-Wirkungs-Beziehungen [d.h. Niedrigdosis-Effekten] führt“. Dies wird durch das kürzlich veröffentlichte Fazit der EFSA nach einer umfassenden Beurteilung der wissenschaftlichen Belege für nichtmonotone Dosis-Wirkungs-Beziehungen von Stoffen zur Bewertung des Risikos für den Menschen gestützt. Diese wurde von vier staatlichen Behörden aus Frankreich (ANSES), den Niederlanden (RIVM), Österreich (AGES) und Schweden (Karolinska-Institut) durchgeführt und im Mai 2016 veröffentlicht: „...für eine nichtmonotone Dosis-Wirkungs-Beziehung als häufiges Phänomen im Zusammenhang mit Stoffen im Bereich der Lebensmittelsicherheit gibt es derzeit keine Anhaltspunkte.“ 

Mythos: "Bisphenol A wird als Weichmacher in Kunststoffen eingesetzt"

Fakt:

Bisphenol A (BPA) wird nicht als Weichmacher verwendet. BPA ist ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Polycarbonat-Kunststoffen und Epoxidharzen. Mehr als 99 % des hergestellten BPA werden in Polymere wie Polycarbonat-Kunststoff und Epoxidharze umgewandelt. Nur ein sehr kleiner Teil des insgesamt hergestellten BPA wird als Oxidationshemmer in Weich-PVC-Kunststoffen und als Entwicklungsmittel in der Beschichtung von Thermopapier verwendet.

Mythos: "Polycarbonat-Abfall zersetzt sich im Meer"

Fakt:

Polycarbonat wird nicht als Einwegverpackungsmaterial verwendet. Tatsächlich werden Polycarbonat-Produkte weitgehend wiederverwendet und recycelt. Zum Beispiel werden große Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 23 Litern aus Polycarbonat hergestellt. Diese Behälter werden in der Regel bis zu 40-mal wiederbefüllt, bevor sie mechanisch wiederverwertet werden. Unter normalen Anwendungsbedingungen und bei verantwortungsvoller Entsorgung würde Polycarbonat daher nicht als Abfall im Meer zu finden sein. In der Tat trägt die hohe Matarialeffizienz von Polycarbonat in vielen Fällen dazu bei, dass unsere Ressourcen geschont werden. Polycarbonat ist das Material, aus dem beispielsweise CDs und DVDs hergestellt werden, zwei Produkte, welche die Datenspeicherung revolutionierten und zu einer enormen Steigerung der Ressourceneffizienz führten.

Mythos: "In einigen Ländern ist BPA verboten"

Fakt:

Der Stoff Bisphenol A ist in keinem Land der Welt verboten. Vielmehr führten umfangreiche weltweite wissenschaftliche Untersuchungen sowie Überprüfungen von Behörden zu dem Ergebnis, dass die Exposition des Menschen gegenüber BPA sehr niedrig ist und innerhalb der von den Regierungsbehörden ermittelten sicheren Grenzen liegt. Es gibt daher aus regulatorischer oder wissenschaftlicher Sicht keinen Grund, die Nutzung dieser Produkte für Verbraucher einzuschränken. Auf Basis einer weit gefassten Interpretation des vorsorgenden Verbraucherschutzes beschloss die EU jedoch, die Verwendung von BPA zur Herstellung von Babyflaschen ab Juni 2011 zu verbieten. Dänemark, Belgien und Kanada beschlossen, die Verwendung von BPA in Lebensmittelkontaktmaterial für Kleinkinder (im Alter von 0 bis 3 Jahren) zu verbieten. In einigen Bundesstaaten, Bezirken und Städten der USA wurden vergleichbare Entscheidungen getroffen. In Frankreich ist die Verwendung von BPA in Lebensmittelkontaktmaterial seit Januar 2015 verboten. Diese Entscheidungen basieren auf anderen als rein wissenschaftlichen Gründen. Dahinter steht die Absicht, die BPA-Exposition von Säuglingen und Kleinkindern so weit wie möglich zu reduzieren. 

Mythos: "Die US-amerikanische FDA hat ihre Meinung zu BPA geändert"

Fakt:

Die Forschungsergebnisse der US-Bundesregierung unterstreichen deutlich die Sicherheit von BPA. In den letzten Jahren führten Wissenschaftler der US-Bundesregierung eingehende Studien durch, um wichtige Fragen zur Sicherheit von BPA zu beantworten und damit verbundene Unsicherheiten zu klären. Bis heute wurden mehr als 20 dieser Studien nach einer Überprüfung durch gleichrangige Experten (Peer Review) in der wissenschaftlichen Literatur veröffentlicht. In ihrer Gesamtheit bedeuten die Ergebnisse dieser Studien eine starke Unterstützung der Sicherheit von BPA. Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse und in Kombination mit den Ergebnissen anderer Studien reagierte die US-amerikanische Lebensmittelüberwachungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) auf die Frage, ob BPA sicher sei, kürzlich mit einer eindeutigen Antwort: „Ja.“ Dies ist dadurch begründet, dass die Exposition des Verbrauchers gegenüber BPA extrem niedrig ist und dass BPA schnell aus dem Körper ausgeschieden wird. Somit kommt die FDA zu dem Schluss, dass bei typischen Expositionsniveaus keine Gefahr für den Verbraucher besteht.

Mythos: "Das Vorsorgeprinzip muss bei jeglichem vermuteten Risiko umgesetzt werden"

Fakt:

Dem Vorsorgeprinzip liegt in Bezug auf chemische Substanzen die Idee zugrunde, ein Konzept zur Regulierung von Stoffen zu schaffen, das dann greift, wenn es für einen Stoff keine oder nicht ausreichende Informationen gibt, um mögliche Risiken dieses Stoffes angemessen zu bewerten, oder wenn die Unsicherheit in der Bewertung eines Stoffes als zu groß betrachtet wird. Für BPA liegt jedoch eine große Fülle an wissenschaftlichen Daten vor. Die Experten der Fachbehörden verfügen über umfassende Kenntnisse des Stoffes, und die Risikobewertungen basieren auf einer umfangreichen Datenbasis. Daher ist das mit BPA verbundene Risiko ausgiebig untersucht und gründlich verstanden.

Mythos: "BPA sammelt sich im Körper an"

Fakt:

Mehrere Studien an freiwilligen Testpersonen zeigen, dass geringe Spuren von BPA, die im normalen Alltag aufgenommen werden, effizient in ein biologisch inaktives Stoffwechselprodukt umgewandelt werden, das innerhalb eines Tages wieder ausgeschieden wird. BPA reichert sich im menschlichen Körper nicht an. 

Mythos: "Kontakt mit BPA über Kassenzettel kann ein Gesundheitsrisiko darstellen"

Fakt:

Kassenzettel aus Thermopapier können geringe Spuren von Bisphenol A (BPA) enthalten. Eine Studie zum Thema „Übertragung von Bisphenol A durch Thermodruckerpapier in die Haut“ (Biedermann, Tschudin und Grob, 2010) zeigt: Zwar können niedrige Dosen von BPA via Thermopapier in die Haut gelangen, jedoch liegen die Mengen weit unterhalb der von den Behörden als unbedenklich ermittelten Grenzwerte – auch unter den in der Studie betrachteten schlechtestmöglichen Bedingungen. Nachdem BPA die Haut durchdrungen hat, wird es in ein biologisch inaktives Stoffwechselprodukt umgewandelt, das dann schnell aus dem Körper ausgeschieden wird. Das Risk Assessment Committee (RAC) der ECHA untersuchte die Verwendung von BPA in Thermopapier. In seinem Gutachten vom Juni 2015 erklärte der Ausschuss eindeutig: „Bezeichnenderweise stellte das RAC kein Risiko für die Verbraucher fest.“ Dies steht im Einklang mit der Einschätzung der EFSA zu BPA (Januar 2015) und bestätigt die Sicherheit dieser Anwendungen für die Verbraucher. Gleichzeitig schlug das RAC vor, die Verwendung von BPA in Thermopapier an Kassenarbeitsplätzen mit Point-of-Sale-Tickets und Kassenzetteln einzuschränken.

Mythos: "Es gibt eine Fülle von Studien, die beweisen, dass Bisphenol A gefährlich ist"

Fakt:

Es gibt viele Studien, in denen Wirkungen behauptet und/oder „Gefährdungen“ suggeriert werden. Allerdings kamen unabhängige Behörden weltweit nach Auswertung der gesamten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse zu BPA übereinstimmend zu dem Schluss, dass Bisphenol A (BPA) für die beabsichtigten Verwendungszwecke im Lebensmittelkontakt sicher ist und dass realistische Expositionsmengen sehr niedrig sind. Grundlage für diese Auswertungen war stets ein evidenzbasierter Ansatz. Bei der Auswertung von wissenschaftlichen Nachweisen durch Behörden gelten Schlüsselkriterien für die Studienqualität in Bezug auf Methodik, Analyse, Bewertung und Reproduzierbarkeit. Behörden müssen ihre Entscheidungen immer auf validierte Studien mit gesicherter Qualität stützen. Weitere Informationen über die Sicherheitsbewertungen durch europäische Behörden.